Durch die Felsen unterhalb der Burg Waldstein
Die StreckeKurort Sedmihorky (Wartenberg) ab Parkplatz auf blau markiertem Wanderweg zur Burg Waldstein; gelb markierter Wanderweg zum Kurort Sedmihorky.





Art der Reise
| Anzahl der km: | 6km |
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| Ausflugstipp: | zu Fuß |
| Schwierigkeit: | ein einfacher Ausflug (im Flachland) |
| Touristengebiet: | Èeský ráj |
Touristische Besonderheiten
| Weitere Attraktionen: | Kurort Sedmihorky - historischer Luftkurort am Rande des Felsengebietes Burg Waldstein - eine der bedeutendsten Burgen des Böhmischen Paradieses, verbunden mit dem mächtigen tschechischen Geschlecht, aus dem der Herzog Albrecht von Waldstein (Wallenstein) stammt, geöffnet: April, Oktober: Sa, So, Feiertage: 9.00-17.30 Uhr; Mai bis September: täglich 9.00-17.30 Uhr. Felsen - die Gegend zwischen Kurort Sedmihorky und der Burg Waldstein ist berühmt für ihre großen Sandsteintürme; sie ist eine der historischen Wiegen der tschechischen Bergsteiger - hier in Felsenbach befindet sich der symbolische Kletterfriedhof. Internet: www.hrad-valdstejn.cz - Burg Waldstein www.lazne-sedmihorky.cz - Kurort Sedmihorky |
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Weitere Informationen
| Verkehrsverbindungen: | Mit Zug: Zittau - Liberec - Turnov - Sedmihorky Mit Auto: Zittau - Liberec - Turnov - Sedmihorky |
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| Parken: | Zentralparkplatz in Sedmihorky (gebührenpflichtig) |
| Verpflegung: | direkt im Kurort Sedmihorky befindet sich ein Restaurant und ein Kiosk; auf der Burg Waldstein gibt es angenehme Erfrischungen im historischen Haus an der Brücke zur Burg. |
Sehenswertes mit Wegbeschreibung
Ein Ausflug in die romantischsten Gegenden des Böhmischen Paradieses, die zur Wende des 20. Jahrhunderts nicht nur bei tschechischen Ethnografen, sondern vor allem bei Touristen und Kletterern beliebt wurde.
Vom zentralen Parkplatz im Kurort Sedmihorky (in der Nähe des Campingplatz mit Schwimmgelegenheit) folgen wir dem blau markierten Weg, kommen an mehreren Quellen mit dekorativen Sandsteinplatten vorbei, derren Wasser im Waldschatten angenehm kühl ist. Es handelt sich aber nicht um Mineralwasser, denn die Kurbehandlung im Sedmihorky basierte in erster Linie auf Frischluftaufenthalten und allseitiger Pflege. Hier weilten viele bekannte Gäste einschließlich des ersten tschechoslowakischen Präsidenten Tomáš Garrigue Masaryk, zu dessen Erinnerung sich eine Gedenktafel an einem der Häuser in der Nähe der Kolonnade befindet.
Wir kommen in das Reich der Kiefern und Türme aus schneeweißem Sandstein, die hier eine Höhe von einigen Dutzend Meter erreichen; der berühmteste davon dürfte der massive „Leuchtturm" sein. Der Weg steigt zwischen den Felsen kräftig an und gelegentliche Stufenleitern machen ihn vor allem für Kinder zu einem Abenteuer. Die Ausblicke in die felsigen Schluchten ähneln Aufnahmen aus Märchen oder Abenteuerfilmen. Der Aufstieg ist insgesamt kurz, aber anspruchsvoll. Schließlich erreichen wir den Rand der Felsenplatte und können den herrlichen Ausblick auf das gesamte Gebiet, das wir soeben durchwandert haben geniesen: zwischen den Spitzen der Bäume die runden Türme der Felsen, an denen mit etwas Glück auch Kletterer beobachtet werden können.
Auf fast ebenem Gelände geht es auf einem bequemen Weg weiter in Richtung Burg Valdštejn. Diese wurde um 1260 auf Veranlassung von Jaroslav von Hruštic aus dem Geschlecht Markvartic erbaut. Sie gilt als Wiege des berühmten tschechischen Geschlechts von Waldstein, aus dem hauptsächlich der Feldherr Albrecht (Wallenstein) berühmt wurde. Von der ursprünglichen Burg haben sich Ruinen des Palastes und sehr beeindruckende unterirdische Gewölbe (als ein Teil der Besichtigung zugänglich) erhalten.
Das Burgwahrzeichen ist heute die barocke Kirche Sv. Johannes von Nepomuk neben einem später erbauten Gebäude aus der Zeit, als die Burg Valdštejn der Familie Lex von Aehrenthal gehörte, welche den Tourismus im nahegelegenen Sedmihorky entwickelt hat. (Im diesem Haus befndet sich heute eine kleine Ausstellung, die die Atmosphäre am Ende des 19. Jahrhunderts aufleben läßt.) Der Höhepunkt von Waldstein ist eine steinerne Zugangsbrücke mit einer Reihe von Barockstatuen tschechischer Schutzpatrone. Die Kapellenbemalung mit der Darstellung von St. Johannes dem Täufer ist geheimnisumwittert, soll sie doch einer Legende nach das Gesicht des berühmtesten tschechischen Dichters Karel Hynek Mácha tragen.
Von der Burg steigen wir steil zur Strasse ins Tal hinab und kehren auf dem gelb markierten Weg durch den Wald wieder in den Kurort Sedmihorky zurück.