Die geheimnisvolle Burg Frýdtejn (Friedstein)
Die StreckeFrýdtejn, Gemeinde (Parkplatz) Frýdtejn (Burg) und zurück





Art der Reise
| Anzahl der km: | 1km |
|---|---|
| Ausflugstipp: | zu Fuß |
| Schwierigkeit: | ein einfacher Ausflug (im Flachland) |
| Touristengebiet: | Český ráj |
Touristische Besonderheiten
| Burg / Schloss: | Burg: geöffnet April - Oktober: Di - So 10:00 - 17.00 Uhr In der Gemeinde befindet sich ein Campingplatz mit Schwimmbad Internet: www.frydstejn.cz |
|---|
Weitere Informationen
| Verkehrsverbindungen: | Mit dem Auto: Zittau - Liberec - Jablonec nad Nisou Rychnov bei Jablonec nad Nisou Frýdtejn |
|---|---|
| Parken: | unterhalb der Burg (gebührenpflichtig) |
| Verpflegung: | In der Gemeinde unterhalb der Burg |
Sehenswertes mit Wegbeschreibung
Wenn man ein tschechisches Kind bittet, eine Burgruine zu zeichnen, dann wird das Bild mit hoher Wahrscheinlichkeit der Burg Frýdštejn ähneln: ein mächtiger zylindrischer Turm mit Festungswällen auf einem Felsen hoch über den Wäldern. Ähnliche Ruinen finden sich auch in den Bildern des berühmten Malers Josef Lada und gehören zur traditionellen Vorstellung einer schönen tschechischen Landschaft.
Die Ruinen der Burg Frýdštejn befinden sich auf einem hohen Felsen in der Nähe des Flusstales der Jizera (Iser) in der Nähe des Ferienortes Malá Skála. Die Burgwarte entstand hier bereits im 14. Jahrhundert unter dem Geschlecht der von Biberstein aus Frýdlant. Die Burg spielte eine wichtige Rolle in der Zeit der Hussitenkriege, verlor jedoch ihre ursprüngliche Bedeutung als Burgwarte schon im 16. Jahrhundert, wurde bald aufgegeben und verfiel mit der Zeit zu einer Ruine. 1892 erwarb der Verschönerungsverein in Turnov die Burg von Fürst Rohan und nutzte sie für touristische Zwecke. In den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Ruine saniert und gesichert.
Das weithin sichtbare Erkennungszeichen der Burg ist ihr massiver und sehr gut erhaltener Wartturm, der auf dem höchsten Punkt des Sandsteinfelsen steht. Seine Höhe beträgt 15 Meter und sein Mauerwerk ist bis zu zwei Meter stark. Er wurde als ein klassischer Bergfried gebaut, der nur Wehrzwecken diente, mit einem Eingang hoch über dem Boden (ca. 7 m über dem Niveau des Hofes) versehen ist und bei Feindbedrohung nach dem Entfernen einer Holztreppe zur letzten Zuflucht der Verteidiger der Burg wurde. Der Turm ist heute über eine Mut erfordernde Treppe zugänglich und von ihm bietet sich ein wunderschöner Ausblick insbesondere in das malerische Tal der Jizera. Andere Teile der Burg bestehen aus mehreren in den Fels gehauenen Räumen sowie massiven Mauern und Überresten der Wehranlage.
Mit ihrem unverwechselbaren Aussehen wurde die Burg Hintergrund für einige Kunstwerke. So erscheint sie im Werk der bekannten tschechischen Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts Karolina Světlá (Krejčíkovic Anece/Schneider Agnes). Für die Zeitgenossen ist sie aber vielleicht eher aus verschiedenen tschechischen Filmen bekannt, z. B. als Hexenwohnsitz in dem Märchen „Die Prinzessin Jasněnka und der fliegende Schuster" und als Sitz des Grafen in dem Film „Die geheimnissvolle Burg in den Karpaten".