Kryštofovo Údolí (Christofsgrund) – das Dorf der Weihnachtspostkarten

Die StreckeKryštofovo Údolí (Zentrum) - Spaziergang durch die Gemeinde - Kryštofovo Údolí (Kirche) und zurück

Art der Reise

Anzahl der km: 2km
Ausflugstipp: zu Fuß
Schwierigkeit: ein einfacher Ausflug (im Flachland)
Touristengebiet: Jizerské hory

Touristische Besonderheiten

Weitere Attraktionen:

Dörfliche Aposteluhr - immer in Betrieb; die Apostel erscheinen zu jeder ganzen Stunde zwischen 8 und 22 Uhr. Weihnachtskrippenmuseum - geöffnet: von Mai bis Dezember nur an Sonnabenden und Sonntagen von 13:00 bis 17:00 Uhr; in der Weihnachtszeit (ab 18. Dezember) täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr. Kirche St. Kryštof - geöffnet während der Messen; von Juni bis September jeden Sonntag von 16:30 Uhr, in den anderen Monaten immer am letzten Sonntag des Monats ab 15.30 Uhr. Web: www.krystofovoudoli.cz - Internetseite von Kryštofovo Údolí

Weitere Informationen

Verkehrsverbindungen: Mit Zug oder Auto: Zittau - Bílý Kostel nad Nisou - Chastrava - Kryštofovo Údolí
Parken: zentraler, gebührenfreier Parkplatz in der Dorfmitte
Verpflegung: mehrere Gasthöfe und Restaurants

Sehenswertes mit Wegbeschreibung

Kryštofovo Údolí bietet einen märchenhaften Anblick, tief zwischen Hügeln im Tal gelegen und nur wenige Kilometer von Liberec entfernt. Das heutige romantische Dorf mit malerischer Volksarchitektur entstand entlang des Flusses Rokytka zu Beginn des 16. Jahrhunderts zunächst als Niederlassung von Bergleuten und Köhlern.

Auf einem kleinen Bergrücken im Zentrum des Dorfes steht die hölzerne Kirche von St. Christopher mit Glockenturm, deren Bau im Jahre 1694 beendet wurde. Die Kirche besitzt eine sehenswerte Barock- und Rokokoausstattung. Nebenan befindet sich die barocke Fara mit Mansarddach aus dem Jahr 1768, die Statue von St. Vaclav sowie der hölzerne Glockenturm mit einer Glocke aus dem Jahr 1600 - eine der ältesten in der Region Liberec. Weiterhin ein beschaulicher Friedhof mit einem barocken Totenhaus, in welchem ein Satz von acht Gemälde-Duplikaten, bekannt als der "Tanz der Toten" ausgestellt ist. Diese stammen vom Ende des 18. Jahrhunderts und sollen die Lebenden daran erinnern, dass ihr Dasein einmal zu Ende geht. Acht Gemälde zeigen verschiedene Szenen von der Begegnung eines Menschen mit dem Tod, welcher zum Menschen in deutschen Versen spricht.

Eine interessante Sehenswürdigkeit ist die gewölbte Brücke über den Fluss Rokytka, die mit der Statue von St. Johann Nepomuk geschmückt ist. An der Hauptstraße befinden sich auch zwei Kapellen, die besondere Aufmerksamkeit verdienen. Die aus Sandstein erbaute Kapelle der Schmerzreichen Jungfrau Maria (Panny Marie Bolestné) mit der Szene der Pietät, die von Gottfried und Elisabeth Richter im Jahre 1692 erbaut wurde.

Der Winter in Kryštofovo Údolí ist fest mit den Krippen verbunden, deren reiche Ausstellung im ersten Stock des Gasthauses unter der Kirche geöffnet ist. Das älteste Bethlehem stammt aus dem Jahr 1846. Besondere Aufmerksamkeit erregen Müllers Bethlehem im orientalischen Stil oder Franz Pohls bewegliches Bethlehem. Von Adventsbeginn bis Drei Könige schließt sich an die alte Tradition der jährliche Aufbau von Jíra Bethlehem an, eine im Jahre 1999 erschaffene sechzehn Meter lange Arbeit „Maloskalského" des Künstlers Josef Jíra aus Malá Skála mit Figuren in Lebensgröße.

Seit 2008 schmückt sich Kryštofovo Údolí mit einem weiteren tschechischen Unikat: aus einer alten Trafostation ist dank Martin Chalouka eine besondere Dorfuhr mit beweglichen Figuren der Apostel entstanden - die jüngste von drei tschechischen Aposteluhren.

Liebhaber technischer Denkmäler werden sicher von einem sehr fotogenen Eisenbahnviadukt auf der Strecke von Liberec nach Děčín und Teplice gefesselt sein. Fertiggestellt im Sommer 1900, prägt er mit 194m Länge und 14 Bögen das Erscheinungsbild des Dorfes.