Zwischen Granitfelsen und Betonbunkern
Die StreckeOldøichov v Hájích (Hemmrich - Oldøichovské sedlo/Sattel; Rasthaus Hausmanka) – Skalní hrad/Felsenburg und zurück oder Vinièná cesta/Weinstraße – Länge je nach Auswahl





Art der Reise
| Anzahl der km: | 7km |
|---|---|
| Ausflugstipp: | zu Fuß |
| Schwierigkeit: | mittlere Schwierigkeit |
| Touristengebiet: | Jizerské hory |
Touristische Besonderheiten
| Weitere Attraktionen: | Felsenburg/Skalní hrad - die Überreste der Burgwarte sind ganzjährig zugänglich Betonbunker - die meisten sind ganzjährig zugänglich Internet: www.oldrichov.cz |
|---|
Weitere Informationen
| Verkehrsverbindungen: | Mit Zug: Bahnlinie Liberec – Frýdlant – Èernousy (Haltestelle Oldøichov v Hájích – bis zum Oldøichover Sattel zu Fuß ca. 1,5 km) Mit Auto: Zittau - Liberec – Oldøichov v Hájích – Oldøichover Sattel |
|---|---|
| Parken: | direkt beim Rasthaus Hausmanka in Oldøichover Sattel (kostenlos – begrenzte Stellplatzanzahl) |
| Verpflegung: | berühmtes Rasthaus Hausmanka (Hühner- und Schweinspezialitäten aus dem Ofen) |
Sehenswertes mit Wegbeschreibung
Ein sehr beeindruckender Ausflug durch die Landschaft, die vor vielen Jahren von Räubern und Halsabschneidern, die hier in dunklen, mit Moos ausgelegten Höhlen lebten, beherrscht wurde. Besonders schön ist es im Herbst, wenn sich die Blätter der Iserbuchen golden färben, oder im Frühjahr, wenn sie noch dünn und durchsichtig sind. Hier befinden sich einige der schönsten Felsformationen des Isergebirges. Anmutsvoll ist auch die Weinstraße, die sich romantisch durch die Berghänge voll Buchen und Felsen schlängelt. Nach einer Legende schwebt in windigen Nächten der Geist des bösen Hauptmanns Christian Platze von Ehrenthal über dem ganzen Gebiet, weil er im 18. Jahrhundert die Untertanen so verfolgte, dass er zur Strafe bis ans Ende der Welt Felsblöcke des Isergranits mit einer Säge zerschneiden muss.
Der Oldøichover Sattel, der auch Hemmrich genannt wird, ist als Kreuzungspunkt der Wanderwege und als Ausgangspunkt in die Klettergebiete des Stržový vrch (links) und Srázù (auf der rechten Seite) bekannt. Der Ort ist dank des Rasthauses Hausmanka sehr berühmt, welches im alten Forsthaus in Verbindung mit dem Namen des Försters Franz Hausmann (1885 - 1964) eingerichtet wurde. Das verlassene Gebäude wurde in den 1990er Jahren von Josef Heindorfer, Spitzname „Ziege", in ein beliebtes Restaurant umgebaut. Später eröffnete er daneben die Bar „Santa Fe", welche bei den Wanderern im Isergebirge sehr beliebt ist.
Vom Oldøichover Sattel können wir den blau markierten Weg in Richtung der Felsenburg folgen. Auf dem Weg im Buchenwald begegenen wir einer Reihe von Granitgebilden, beispielsweise einem Felsen in der perfekten Form eines Affenkopfes, dem berühmten „Gorilla". Wenig später erscheint das Felsenmassiv der Felsenburg (600 m). Der Ort erinnert uns an alte Räubergeschichten, als die hiesigen Buchenwälder reich an Räubern und Halsabschneidern waren, die Kaufleute und Reisende auf ihrem Weg nach Frýdlant überfielen.
Von hier aus ist es möglich, auf einem grünen oder den längeren blau und gelb markierten Wanderwegen zum Oldøichover Sattel zurückzukehren. Ideal für Wanderer ist die Weinstraße, die am Oldøichover Sattel beim Rasthaus Hausmanka beginnt und nach 8 km in Ferdinandov (Ferdinandstal) bei Hejnice (Haindorf) endet. Zwischen den Weltkriegen wurde diese Höhenstraße erbaut, die zu den schönsten Waldstraßen im Isergebirge zählt. Ringsherum stehen nicht nur zahlreiche Buchen und Granitfelsen, sondern auch eine ganze Reihe von Objekten des leichten Befestigungswalles, die auch als Bunker oder Øopíks bezeichnet werden (ØOP - Direktion für Befestigungsarbeiten). Die Verteidigungslinie war in Jahren 1937-1938 in den nördlichen Hängen des Isergebirges in Vorgriff eines deutschen Angriffes auf die Tschechoslowakei erbaut, jedoch nicht abgeschlossen worden, da das Münchner Abkommen den Arbeiten ein Ende setzte. Die militärisch nie genutzten Bunker wurden später von Militaria-Liebhabern und Wanderern aufgesucht. Die überwiegende Mehrheit der Anlagen kann ganzjährig ohne besondere Ausrüstung begangen werden, lediglich eine Taschenlampe ist von Vorteil.