Zu den Heilquellen im Kurort Lázně Libverda

Die StreckeLázně Libverda (Parkplatz) - Kurpark - Kolonnade und zurück

Art der Reise

Anzahl der km: 1km
Ausflugstipp: zu Fuß
Schwierigkeit: ein einfacher Ausflug (im Flachland)
Touristengebiet: Jizerské hory

Touristische Besonderheiten

Weitere Attraktionen:

Historisches Bad mit eigenem Mineralwasser - Kurort mit kostenlosem Mineralwasser (im Pavillon der Kristian-Quelle).

Kurpark - der Park umgibt die einzelnen Kurhäuser und ist ganzjährig für  Besucher geöffnet

 

Internet: www.laznelibverda.cz (Gemeinde), www.lazne-libverda.cz (Kurort)

 

 

Weitere Informationen

Verkehrsverbindungen: Mit Auto: Zittau – Frýdlant – Raspenava – Hejnice – Lázně Libverda
Parken: die Straße aus Richtung Hejnice führt zum Zentralparkplatz in Lázně Libverda (gebührenpflichtig)
Verpflegung: im Kurortzentrum befinden sich mehrere Rastaurants (in Kurpark ist Restaurant Waldstein mit angenehmer Atmosphäre); direkt auf der Kolonnade ist auch ein Kiosk - eigene Kuroblaten; berühmt ist auch die Konditorei

Sehenswertes mit Wegbeschreibung

Im Tal des Baches Libverda, der am  Westhang des höchsten Berges des Isergebirges Smrk (Fichte) fließt, liegt der berühmte Kurort Lázně Libverda (Bad Liebwerda). Zum erstenmal wurde über Libverda 1381 als einem der Dörfer der Friedländer Herrschaft berichtet. Der heutige tschechische Name leitet sich von der seit 1885 verwendeten ursprünglichen Bezeichnung Lybenwerde her. Diese wandelte sich später in die Form Liebwerda, welche „liebliche Insel" inmitten von Sümpfen und Wäldern bedeutet. Die ursprünglichen Bewohner Libverdas waren Hirten. Der Legende nach besaß einer der Bauern einen Hahn, der oft rostiges Wasser im Dickicht einer Weide trank und davon gut gediehen war. Auch sein Besitzer begann das Wasser mit dem besonderen Geschmack zu trinken und mit diesem wich nicht nur sein Durst, sondern auch seine Krankheiten und die aller hiesigen Bewohner. So wurde die Libverda Kyselka (Säuerling) entdeckt. Heute erinnert in der Mitte des Kurplatzes ein Hahn auf einem Marmorbrunnen an diese Legende.

Die ursprüngliche Quelle wurde „Gotteswasser" genannt, floss zuerst in Lindenklotz, wo später ein Brünnlein hergerichtet wurde, der das Mineralwasser bekannt machte. Das Libverda Kyselka (Säuerling) ließ sich auch der sächsische Kurfürst August I. liefern, und Albrecht von Wallenstein soll es direkt auf dem Schlachtfeld getrunken haben.

Der Bau der heutigen Bäder begann erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als unter gräflicher Aufsicht die ersten Heileinrichtungen entstanden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte sich der Graf in Libverda ein Schlösschen im Empire-Stil bauen lassen, welches er im Sommer mehrere Monate als Friedländer Schloss bewohnte. Später folgten weitere klassizistische Gebäude, die nach Umbauten zum Teil bis heute im Bereich der Kolonnade erhalten geblieben sind.

Berühmte Besucher liesen nicht lange auf sich warten: so weilte im Jahr 1807 die russischen Großfürstin Fedorovna hier, im Juli 1814 der deutsche Komponist Carl Maria von Weber, in den Jahren 1840 und 1843 der tschechische Linguist Josef Jungmann, sowie der deutsche Wissenschaftler Alexander von Humboldt. Spekuliert wird auch über Besuche von Božena Němcová und Franz Kafka, die allerdings weiterhin unbestätigt bleiben.

Im Jahr 1836 erhielt Libverda den Kurortstatus und nachfolgend wurde 1847 auch die jetzige Kolonnade mit dem Pavillon mit der Kristian-Quelle erbaut. In der Mitte der Kolonnade befindet sich ein alter Musikpavillon aus dem Jahr 1803. Zum Kurbad gehört ein großer Park mit wunderschönen Rhododendron und Azaleen, in dem sich in Form von schmiedeeisernen Stäben und Steineinfassungen auch einige Hinweise auf die alten Quellen finden lassen.

Das kleine Kurbad am Fuße der Berge ist derzeit sehr beliebt. Behandelt werden hier Herz- und Gefäßerkrankheiten, Erkrankungen des Bewegungsapparates und  Beschwerden des Nervensystems.