Zum Riesenfass

Die StreckeLázně Libverda – Obří sud (Riesenfass) Parkplatz – Aussicht Pekelské sázky (Höllenwette) und zurück.

Art der Reise

Anzahl der km: 0,5km
Ausflugstipp: zu Fuß
Schwierigkeit: ein einfacher Ausflug (im Flachland)
Touristengebiet: Jizerské hory

Touristische Besonderheiten

Weitere Attraktionen:

Riesenfass - originelles Restaurant in Form eines Fasses; wunderschöne Aussichten auf die umliegende Landschaft; entsprechend den Öffnungszeiten ganzjährig zugänglich   Internet: www.obrisud.cz  (Seite des Restaurants)

Weitere Informationen

Verkehrsverbindungen: Mit Auto: Zittau – Frýdlant – Raspenava – Lázně Libverda
Parken: gebührenpflichtiger Parkplatz direkt am Obří sud (Riesenfass), daneben ein Parkplatz für Restaurantgäste
Verpflegung: direkt im Riesenfass, daneben ein Kiosk ist

Sehenswertes mit Wegbeschreibung

Das Riesenfass ist eine der bizarresten Attraktionen von Frýdlantsko. Das bekannte Restaurant befindet sich am Nordhang oberhalb von Lázně Libverda (Bad Liebwerda) und ist als riesiges Wein- oder Bierfass gestaltet. Es ist 11,4 m hoch, 14,15 m lang und 10,5 m breit. Das Fass hat ein Volumen von respektablen 10.000 Hektoliter und wurde im Jahre 1931 von einem Dutzend Zimmermännern, sechs Maurern und drei Schreinern erbaut, wie überliefert wird. Vorbild für das Fass war eine beliebte Kneipe am Berg Javorník (Jaberlicher Berge) auf dem Jeschkenkamm. Dieses Fass, eine echte Fassbinderarbeit, wurde von einer Ausstellung aus Wien dorthin gebracht. 1974 brannte das Riesenfass am Javorník ab und der Bruder des Besitzers betrieb in Lázně Libverda einen Nachbau, der lange Zeit einzigartig im Lande war. 2011 wurde ein Neubau eines Riesenfasses auf dem Javorník eröffnet, welcher aber eher eine freie Auslegung des ursprünglichen Objektes darstellt.

Das Riesenfass in Lázně Libverda kann 160 Gäste aufnehmen. Wie auch auf dem Javorník, wurden weitere Gebäude angebaut, um die Kapazität des Restaurants zu vergrößern.

Von der Terrasse vor dem Riesenfass bietet sich ein schöner Ausblick auf die nördlichen Hängen des Isergebirges mit den dominanten Bergen Paličník und Smědá. Ganz in der Nähe kann man entlag der Straße, welche durch das Dorf Přebytek bis nach Nové Město Pod Smrkem führt, eine schöne Aussicht ins Tal der Siedlung Peklo (Hölle) sowie über einen großen Teil der Region Frýdlantsko genießen. Der Aussichtspunkt mit dem Namen Pekelské sázky (Höllenwette) schmückt heute eine Holzskulptur des Teufels und ein Schild erzählt die Legende, die mit diesem Ort verbunden ist:


In alten Tagen war der weithin sichtbare Höllenberg ein Platz, wo sich einmal im Jahr alle Heiligen mit Luzifer selbst versammelten und um die Seelen der Menschen gewettet haben. Einmal stritt St. Martin mit dem Teufel um die Seele des Bauern Jíra, der sehr gottesfürchtig war. Luzifer rief seine Helfer und befahl ihnen, dass sie den  Bauern größtmöglich schädigen sollen. Die Helfer des Teufels gingen auf die Felder des Jíra und zerstörten seine gesamte Kartoffelernte. Jíra besah traurig den Schaden und sagte nur: "Gott gab, Gott nahm. Gut, dass ich noch meine Haustiere habe". Als Lucifer das hörte, befahl er, die Hühnerställe und Ställe des Bauern zu plündern. Jíra besah auch dieses Übel mit der ihm gegebenen Gottergebenheit, so dass er nicht ein einziges Mal fluchte. Der Teufel nahm ihm daraufhin auch noch sein Bauernhaus, so dass fast nichts davon übrig blieb. Selbst da haderte Jíra nicht mit seinem Schicksal und zog in eine Hirtenhütte um, wo er ärmlich weiterlebte. Der Teufel war sichtlich am Ende, als ein uralter Teufel herbeihumpelte und sagte, dass er alle Versuchung und Bosheit selbst versuchen will. Der Teufel schädigte Jíra, wo er nur konnte. Er nahm ihm viele Dinge, auch ein Hufeisen, Jíras Glückbringer, goss ihm Wasser in die Schuhe und bereitete allerlei Unannehmlichkeiten. Aber Jíra fluchte nicht. Als ihm schließlich der alte Teufel das letzte Brotstück stahl, dachte Jíra nur: "VielIeicht ein Dieb, der hungriger ist, als ich es bin und dem Gott eine Scheibe von mir gab". In diesem Moment donnerte es, denn Lucifer hatte seine Wette endgültig verloren. Aus der Dunkelheit rief er seinem alten Teufel zu: "Dir, Halunke, ist nichts gelungen, du wirst für immer auf der Erde bleiben und als Strafe arbeiten, bis aus dir der Rauch aufsteigt." Der zornige Teufel war am Ende und so wütend, dass er Jíras Hufeisen mit schrecklicher Kraft wegschleuderte und dieses das heutige tiefe Tal unter dem Teufelsberg grub ...