Spaziergang durch die Geschäftsstraßen der Stadt
Die StreckeHarrachov – Jelenia Gora





Art der Reise
| Anzahl der km: | 3km |
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| Ausflugstipp: | zu Fuß |
| Schwierigkeit: | ein einfacher Ausflug (im Flachland) |
| Touristengebiet: | Jeleniogorski |
Touristische Besonderheiten
| Weitere Attraktionen: | Rathaus - Öffnungszeiten an Arbeitstagen von 08:00 bis 16:00 Uhr, kostenlos Bebauung der Str. Marii Konopnickiej Bebauung der Str./ul. 1 Maja Wojanow-Tor |
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Weitere Informationen
| Verkehrsverbindungen: | Mit Zug: In CZ Station Harrachov - Szklarska Poręba – Jelenia Gora (Fahrkarte 10 PLN) Mit Auto: Harrachov – Jakuszyce, Szklarska Poręba – Piechowice – Jelenia Gora | Královec – Lubawka – Kamienna Góra – Kowary – Jelenia Gora |
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| Parken: | Parkplatzhaus in der Pijardskastr., weitere Parkplätze um den Stadtkern: Bankowastr. und Piłsudskiego |
| Verpflegung: | Mehrere Restaurants, Pizzerien, Bars, Fast-Food. Der durchschnittliche Preis von Speisen ab 30 PLN, Snacks 9-12 PLN (http://jeleniagora.naszemiasto.pl/firmy/kuchnia-polska/) |
Sehenswertes mit Wegbeschreibung
Jelenia Gora (Hirschberg) wurde durch Boleslav Křivoústý (Krummmund) vor mehr als 900 Jahren im Jahr 1108 gegründet und ihre Anfänge liegen in der Piastov Tradition des Staates der Piasten. Die Stadt hatte eine wechselvolle Geschichte und ging ab 1392, nach dem Tod von Agnes, der Witwe des Svídnicko-Javorski Fürsten Bolek II., die ohne Nachkommen starb, mit dem gesamten Fürstentum zur Böhmischen Krone über. Die historischen Bedingungen änderten mehrmals die Nationalität der Region. Gemeinsam mit dem böhmischen Staat kam die Stadt unter die Herrschaft der Habsburger. Ab 1741 wurden die schlesischen Lande zusammen mit dem Gebiet von Jelenia Gora Preußen angegliedert und nach der Gründung des Deutschen Reiches im Jahre 1871, wurde die Stadt ein Teil Deutschlands. Mit dem Kriegsende 1945 kehrte Niederschlesien nach Polen zurück.
Die Stadt hat in ihrer Geschichte immer eine bedeutende Rolle als wirtschaftliches, politisches und administratives Zentrum gespielt. Dank seiner Lage im Zentrum des Hirschberger-Tales am Zusammenfluss von Bober und Kamienna bietet es gute Bedingungen für Bergtourismus und Wintersport. Von allen vier Seiten wird die Stadt von Gebirgen umringt: im Westen vom Isergebirge und dessen Vorgebirge, im Osten vom Janowicky Rudawami, im Norden vom Kaczawsky-Gebirge und im Süden vom Riesengebirge. Auch Dank der Thermalquellen in Cieplice zählt die Stadt zu einem der bedeutenden Orte in Polen. Es sei darauf hingewiesen, dass Jelenia Gora und seine Umgebung reich an zahlreichen Denkmäler, Sehenswürdigkeiten sowie kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen ist. Derzeit erfüllt die Stadt die Rolle des administrativen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrums des Bezirkes.
Karte:
http://www.mapofpoland.pl/Jelenia-Gora,galeria.html
Wegstrecke:
Der Weg führt durch das Zentrum von Jelenia Gora innerhalb der einstigen Stadtmauer zum Rathausplatz mit den umliegenden Straßen und dem Wojanow Vorort, der heutigen Strasse 1. Maja.
Das heutige Rathaus entstand im Jahr 1747 in barockem Baustil. Eine interessante architektonische Lösung sind die Siebenhäuser, die das Rathaus umgeben und einmal als Lebensmittellager dienten. Die Besitzer dieser Häuser durften nur Handel mit Lebensmitteln betreiben. Im Erdgeschoss des Rathauses befindet sich ein bemerkenswerter mittelalterlicher Brunnen, der während der Öffnungszeiten des Gemeindeamtes besichtigt werden kann. Neuere barocke städtische Brunnen, der sich auf der Südseite befindet, war mit einer Statue von Neptun geschmückt.
Die Laubengänge rund um das Rathaus stammen aus dem Ende des 17. und 18. Jahrhunderts und wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg geschaffen. Heute gibt es hier nach zahlreichen Umbauten Wohnungen, Geschäfte und Büros. Östlich des Rathausplatzes in Richtung der Marie-Konopnickiej-Straße beginnt die Boczna-Straße, an der die Kirche St. Erasmus und Pankrác steht. Dieser wurde im Jahr 2011 der päpstliche Ehrentitel Basilica minor verliehen. Ursprünglich handelte es sich um einen gothischen Kirchenbau, aber nach zahlreichen Bränden und Wiederaufbauten erscheint sie heute als eklektisches Bauwerk.
Auf der Geschäftsstraße Maria Konopnickiej kommen wir zum Wojanow-Tor, wo in östlicher Richtung der Hauptweg aus bzw. in die Stadt führte. Überreste der alten Stadtmauer findet man am Wojanow-Tor und der Kapelle St. Anna, die einst eine Wachenbastion war. Über diesen Teil der Stadtmauer erhebt sich der Turm des ursprünglichen Tores, der allerdings für Besucher nicht zugänglich ist.
Vom Wojanow-Tor führt die Route durch die repräsentative Straße 1 Maja zu der orthodoxen Kirche St. Petrus und Paulus, die in spätem Barockstil errichtet wurde. Das Kircheninnere ist neuzeitlich, die Fresken stammen von dem berkannten Künstler Jerzy Nowosielski. An der Wand der Kirche befinden sich sog. Friedenskreuze, die früher von verurteilten Mördern am Ort ihres Verbrechens aufgestellt werden mussten und in denen die Tatwerkzeuge eingraviert sind.
Die Straße 1 Maja hat ein wohlhabendes Gepräge. Die kompakte Bebauung ist Zeichen des Reichtums der früheren Bewohner von Jelenia Gora. Die Häuser stammen vom Anfang des 20. Jahrhunderts und sind schöne Beispiele der Jugendstilarchitektur. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Gebäude Nr. 27, in dem sich das Warenhaus Galeria Karkonoska und der Sitz der Agentur für Regionalentwicklung befindet.
Interessante Links:
http://www.rozklady.miasta.pl/jeleniagora.html