Zisterzienser-Abtei in Krzeszow (Grüssau)

Die StreckeGörlitz - Kamienna Góra, dann zu Fuß oder per Rad nach Krzeszow

Art der Reise

Anzahl der km: 2km
Ausflugstipp: zu Fuß
Schwierigkeit: mittlere Schwierigkeit
Touristengebiet: Kamiennogorski

Touristische Besonderheiten

Weitere Attraktionen:Die Abtei der Zisterzienser in Krzeszow Besichtigung der Abtei Mai - Oktober 08:00 bis 18:00 Uhr; November - April 08:00 bis 15:00 Uhr. Führungen auf Anfrage im Informationszentrum http://www.opactwo.eu/ http://www.szlakcysterski.org/?pokaz=obiekty_cysterskie&id=37&obiekt=Krzeszow    

Weitere Informationen

Verkehrsverbindungen: Mit Zug: Görlitz - Kamienna Góra, dann zu Fuß oder per Rad nach Krzeszow Mit Auto: Görlitz - Jelenia Góra - Kamienna Góra - Krzeszow
Parken: Großer Parkplatz im Kloster
Verpflegung: Mehrere Restaurants – z.B. „Willmanowa Pokusa” und „Stara Wozownia”; Bars und Büffets in der Nähe des Parkplatzes. www.willmannowapokusa.pl/

Sehenswertes mit Wegbeschreibung

Mit fast 20.000 Einwohner ist Kamienna Góra (Landeshut) die größte Stadt des gleichnamigen Kreises und liegt am Zusammenfluss von Biber und Zadrna. Das älteste Dokument zur Gründung der Stadt stammt aus dem Jahr 1249.

Aufgrund seiner Lage ist Kamienna Góra ein idealer Ausgangsort für Bergwanderungen im Janowitzer Erzgebirge (Rudawy Janowickie) und dem mittleren Sudetenland. Wanderfreunden bieten sich gute Bedingungen für Familienausflüge und Radsportlern eine Reihe von Rad- und Wanderwegen.

Wichtige Zentren des Kreises sind Lubawka(Liebau), Marciszów (Merzdorf), Che³msko Œl¹skie (Schömberg). Der Region Kamienna Góra kann sich auch wunderbarer Baudenkmäler rühmen, wie beispielsweise der Weberhäuser in Che³msk Œl¹ski , der Stadtbebauung in Lubawka oder der Kirche in Krzeszow (Grüssau).

Im Jahr 1242 übergab Fürstin Anna, Witwe des Herzogs Heinrich II. des Frommen das Waldgebiet "Cresofbor" im Tal des flusses Zadrna (Zieder) zur Urbarmachung an Benediktinermönche. Heute befindet sich auf diesem Gebiet die Gemeinde Krzeszów. Später erwarb Bolko I. von Schweidnitz, ein Enkel von Heinrich dem Frommen, dieses Gebiet um Zisterziensermönche aus Henrykow (Heinrichau) hier anzusiedeln. Damit begann die Entwicklung des Klosters zu einer großen Abtei, die bis zur Säkularisierung im Jahr 1810 andauerte. Heute ist Krzeszów ein kleines Dorf mit einer berkannten Kirche. Im alten Klostergebäude hat ein im Jahre 1593 in Lwow gegründeter Orden von Beneditkinernonnen seinen Sitz.

http://mapy.eholiday.pl/mapa-krzeszow-kamienna_gora-kamienna_gora.html

 

Wegbeschreibung:

Die Besichtigung der wunderschönen Zisterzienserabtei, eines der wichtigsten Denkmäler der Barockarchitektur in Schlesien, beginnt bei der in den Jahren 1728-1735 errichteten barocken Klosterkirche, die an der Stelle eines gotischen Vorgängerbaues aus dem 13. Jahrhundert steht. Die reiche Innenausstattung geht in ihrer vielfarbigen Gestaltung auf J. W. Neunherzt und der Figurenschmuck der Fassade auf F. M. Brokof und nach dessen Tod auf A. Dorazil [Dorazil nicht Dorozil] zurück. Über dem Hauptaltar befindet sich ein Bild der Jungfrau Maria. Die Art der Darstellung weist eine Anzahl von Elementen byzantinischer Kirchenkunst auf. Das Bild ist die älteste Mariendarstellung in Polen und eine der fünf ältesten in Europa.

Hinter dem Altarraum befindet sich Grabstätten von Piasten des Swidnik-Jawor Zweiges aus den Jahren zwischen 1735-1747, sowie gotische Gräber u. a. von Bolko I. und II. aus dem 14. Jahrhundert. Fürst Bolko I. unterzeichnete am 8. September 1289 die Gründungsurkunde für die hier im Kloster Gratia Sanctae Mariae angesiedelten Zisterziensermönche. Das Altarbild war ein Geschenk des Fürsten aus Dank für die Rettung seines Lebens durch die Gottesmutter.

Neben der Hauptkirche wurde in den Jahren 1690-1696 die barocke Kirche St. Josef gebaut, die im 18. Jahrhundert Sitz der Bruderschaft St. Josef wurde. Der Architekt der Kirche war Marcin Urban aus Lubawka. Nach dessen Tod wurde diese durch Michael Klein aus Nysa fertiggestellt. Der Innenraum wurde im 18. Jahrhundert mit Fresken von Michael Willmann, den man als schlesischen Rafael bezeichnete, ausgestaltet.

Außer diesen beiden Kirchen und den ursprünglichen Wirtschaftsgebäuden aus dem 17.-18. Jahrhundert gehören zur Klosteranlage noch der Klostergarten, ein Klein-Bethlehm sowie die Nachbildung eines Passionsweges vom Ende des 18. Jahrhunderts, die alle malerisch in den umliegenden Hügeln angeordnet sind.