Besuch in Lubañ (Lauban)

Die StreckeGörlitz - Lubañ

Art der Reise

Anzahl der km: 6km
Ausflugstipp: zu Fuß
Schwierigkeit: ein einfacher Ausflug (im Flachland)
Touristengebiet: Lubanski

Touristische Besonderheiten

Weitere Attraktionen:Rathaus - während der Öffnungszeiten von 8-16 Uhr. Regionalmuseum - geöffnet von Dienstag bis Freitag von 9 -15 Uhr.; Sonnabend und Sonntag von 10-16 Uhr. http://muzeum-luban.pl/ Kramar-Turm Glöckner-Turm Park am Steinberg     

Weitere Informationen

Verkehrsverbindungen: Mit Zug und Auto: Görlitz - Lubañ
Parken: Zentral gibt es wenig Parkmöglichkeiten. Nutzen Sie am besten die kostenpflichtigen Parkplätze an der Stadteinfahrt Gryfowa Œl¹skiego.
Verpflegung: Mehrere Restaurants, Pizzerien und Bars im Zentrum http://www.luban.pl/kultura/turystyka.html#gastronomia

Sehenswertes mit Wegbeschreibung

Der 1999 gegründete Bezirk Lubañ liegt im südwestlichen Teil der Wojwodschaft Niederschlesien. Das Gebiet umfasst als touristischen Region in erster Linie das Iservorgebirge und teilweise auch das Isergebirge. Im Norden geht es in das Schlesische Tiefland über.

Die größte Stadt ist Lubañ (Lauban), die sich im polnischen Teil der Oberlausitz am Fluss Kwisa (Queis) erstreckt. Die Stadt hat rund 25.000 Eiwohner. Die Geschichte dieser Region ist äußerst interessant, denn im frühen Mittelalter handelte es sich um eine alte Siedlung der Lausitzer Sorben. Noch im 13. Jahrhundert, wahrscheinlich um das Jahr 1220, erhielte diese Stadtrecht. Es gilt als bestätigt, dass Markgraf Otto III von Brandenburg die Stadt vom böhmischen König Václav I. als Mitgift seiner zukünftigen Frau, Fürstin Beatrice, erhalten hat. Lubañ kehrte aber allmählich unter die Regierung der schlesischen Piasten zurück. Später gehörte sie zur Böhmischen Krone, der Habsburger Monarchie, Deutschland und nach 1945 zum polnischen Staat.

Wichtig für die Entwicklung der Stadt war ihre Teilnahme an der Gründung des Oberlausitzer Sechsstädtebundes im Jahr 1346, der Lubañs Anteil insbesondere an Handel und Weberei förderte.

Die Stadt lag an bedeutenden Verkehrs- und Handelswegen, unter anderem der Via Regia (Königsweg), welcher West- mit Osteuropa verband. Durch Lubán  ging auch die Via Cervimontana (Jelenia-Gora-Straße), die entlang des Flusses Bobr nach Krzeszow führte.

Karte:

http://www.mapy-online.pl/mapa/luban.html

 

Wegbeschreibung:

Eine Stadtbesichtigung sollte am besten beim Rathaus beginnen, wo sich jetzt viele Institutionen und Sehenswürdigkeiten befinden: das Regionalmuseum, die Stadtbibliothek, der Trausaal und der Ratssaal. Das schöne Renaissance-Rathaus wurde in den Jahren 1538-1543 erbaut und 1953 instandgesetzt.

Das Regionalmuseum befindet sich im Rathausgebäude und widmet sich hauptsächlich historischer Sammlungen zur Stadtgeschichte und der Region. Es umfasst auch ikonographische Materialien, wie Grafiken, alte Postkarten und  Fotografien, kartografische Dokumente und alte Druckschriften. Das Museum sammelt auch lokales Hand- und Kunsthandwerk sowie Gebrauchsgegenstände des Alltags. Eine Dauerausstellung besteht zur Besiedlungsgeschichte der Stadt bis einschließlich der Jahre 1945-48.

Beim Rathaus befindet sich der Krämerturm, der ein Überbleibsel des früheren gotischen Rathauses aus dem 13. Jahrhunderts ist. Außerdem ein Glockenturm, auch Trynitar-Turm genannt, aus dem 14. Jahrhundert, sowie Überreste der Dreifaltigkeitskirche, die nach einem Brand an der Wroc³awska-Straße neu errichtet wurde.

Interessant ist auch die Bastion Bracka, deren Bau im Jahr 1318 beendet wurde. Zur Bastion gehörte das Bracka-Tor als ein Teil der Stadtbefestigung.

Auf der Podwale Straße befinden sich Teile der Stadtmauer, die 1318 aus Basaltstein angelegt wurde. Aus dem gleichen Material entstand im 16. Jahrhundert  das Kornhaus, das als Stadtspeicher und Stadtgefängnis diente.

Als sehenswerte Zeugnisse der Stadtgeschichte können auch die Vororte und die Parks der Stadt besichtigt werden. Für das Ende unserer Tour in Lubañ empfehlen wir, z. B. den Park am Steinberg zu besuchen, der sich im südwestlichen Teil der Stadt befindet. Der Park wurde in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts in einem natürlichen Waldgelände angelegt. Sein unbestreitbarer Reiz liegt in der abwechslungsreichen Landschaft und der Bewahrung von Resten vulkanischen Basaltgesteins. Auf dem jetzigen Gelände des Parks gab es einstmals einen Steinbruch, in dem dieses Naturmaterial abgebaut wurde.