Lwówek Œl¹ski (Löwenberg in Schlesien)

Die StreckeGörlitz - Lubañ - Gryfów Œl¹ski - Lwówek Œl¹ski

Art der Reise

Anzahl der km: 5km
Ausflugstipp: zu Fuß
Schwierigkeit: ein einfacher Ausflug (im Flachland)
Touristengebiet: Lwowecki

Touristische Besonderheiten

Weitere Attraktionen:Rathaus - geöffnet während der Amtszeiten von 8-16 Uhr Bebauung am Marktplatz Stadtschanze - Lubañski-Turm und Boles³awiecki-Turm Franziskaner Kirche und Kloster - sind für Besucher vor der Messe zugänglich, oder nach Vereinbarung mit dem Pfarramt. Während der Gottesdienste ist eine Besichtigung der Kirche nicht möglich. Der Eintritt ist kostenlos. http://www.lwowek.franciszkanie.pl/   Kirche Mariä Himmelfahrt ist für Besucher vor der Messe zugänglich, oder nach Vereinbarung mit dem Pfarramt. Während der Gottesdienste ist eine Besichtigung der Kirche nicht möglich. Der Eintritt ist kostenlos.   Brauereimuseum Besuche der Brauerei und des Museums müssen unter Tel.: 0048-75-643-18-80 angemeldet werden. http://www.browar-lwowek.com.pl/    

Weitere Informationen

Verkehrsverbindungen: Mit Zug: Görlitz - Lubañ - Jelenia Góra - Lwówek Œl¹ski (mit Euro-Neisse-Ticket) Mit Auto: Görlitz - Lubañ - Gryfów Œl¹ski - Lwówek Œl¹ski
Parken: Parkplätze im Stadtzentrum, am Marktplatz und umliegenden Straßen
Verpflegung: Mehrere Restaurants, Pizzerien und Bars im Zentrum http://lwowekslaski.naszemiasto.pl/firmy/restauracje/

Sehenswertes mit Wegbeschreibung

Der Kreis Lwówecki liegt im südwestlichen Teil der Wojwodschaft Niederschlesien an der Grenze des Isergebirgs-Vorlandes und des Kazsawa (Bober-Katzbach-) Gebirges. Das Gebiet des Landkreises durchfließt der Fluss Bobr (Bober), der größte Nebenfluss der Oder.

Der Sitz des Kreises ist die Stadt Lwówek Œl¹ski (Löwenberg), die zu den ältesten Städten Polens gehört. Bereits 1217 wurden sie zur Stadt erhoben und ihre Verwaltung folgte dem Magdeburger Stadtrecht. Die Stadtentwicklung setzte mit Gold- und Silberfunden ein. Nach Erschöpfung der Edelmetallvorkommen wandte sich die Bevölkerung dem Handwerk zu. Im 16. und am Anfang des 17. Jahrhunderts entwicklte sich auch der Handel stärker. Die Stadt war ein wichtiges Zentrum der Reformationsbewegung, was während des Dreißigjährigen Krieges zu ihrer Zerstörung und anschließend zum dauerhaften Verlust ihrer einstigen Bedeutung führte.

Die Staatszugehörigkeit von Lwówek Œl¹ski war typisch für dieses Gebiet: 1392 kommt die Stadt unter Böhmische Herrschaft, in der Zeit von 1526-1742 gehörte sie zur Habsburger Monarchie und wurde anschließend ein Teil Preußens und Deutschlands. Nach dem 2. Weltkrieg fiel Niederschlesien - und damit auch die Region Lwowecki - an Polen.

Eine Besonderheit von Lwówek Œl¹ski ist die älteste Brauerei in Polen, gegründet 1209, in welcher auch heute noch Bier von ausgezeichneter Qualität gebraut wird.

Lwówek Œl¹ski ist von malerischen, bewaldeten Hügeln mit zahlreichen Felsen umgeben, von denen sich wunderschöne Ausblicke auf die gesamte Umgebung bieten.

Karte:

http://lwowek-slaski.naszestrony.pl/?info=mapa

 

Wegbeschreibung:

Eine Stadtbesichtigung sollte am besten beim Rathaus beginnen, dessen stilvolles Gebäude sich auf dem Marktplatz befindet. Seine charakteristische Silhouette weist auf die gotischen Ursprünge des Gebäude hin. Im 13. Jahrhundert befand sich hier ein Handelshaus, welches später umgebaut wurde. Im 15./16. Jahrhundert kam es zu dessen Erweiterung zum Rathaus, verbunden mit der Errichtung des charakteristischen Turmes in den Jahren 1520-40. Im 20. Jahrhundert  wurde das Rathaus nochmals erweitert. Das Innere des Gebäudes ist im Stil der Spätgotik und der Renaissance erhalten und reich mit Polychromien, Sgraffiti und Reliefs verziert.           
Rund um das Rathaus folgte eine dichte Stadtbebauung, an derren mittelalterlichen Gebäuden der letzte Weltkrieg aber beträchtliche Schäden verursachte. Auch führte der Stadtumbau in den 1960-70er Jahren zu weiteren erheblichen Verlusten der Altstadt. Heute sind nur noch drei der ursprünglichen Häuser erhalten geblieben, die vom einstigen Wohlstand der hiesigen Bewohner zeugen.

Während unseres Spaziergang durch Lwówek Œl¹ski empfehlen wir die bemerkenswerte Stadtmauer zu besichtigen, die einen doppelten Befestigungsring bildete, der bis heute in gutem Zustand erhalten geblieben ist und fast die gesamte Stadt, ausser des südöstlichen Teiles, umgibt. Verteidigungsbauten verschiedener historischer Epochen können entlang der Mauer aus der Nähe besichtigt werden.

Die beiden Türme Lubañski und Boles³awiecki wurden im 13. Jh. gebaut und erfüllten nach einer Reihe von Umbauten verschiedene Funktionen. Der Boles³awiecki Turm diente auch als Stadtgefängnis und Hungerturm. Im Lubañski-Turm befindet sich heute ein Kaffeehaus.

Die Geschichte der Franziskaner Kirche (Szkolna Str. 3) beginnt im 13. Jahrhundert. Die Kirche weist Elemente der frühen Gotik auf. In späteren Jahrhunderten, besonders nach der Auflösung des Ordens im Jahre 1810, wurde sie allerdings auch als Schule, Munitionslager und Speicher genutzt. Erst 1995 wurde die Kirche an die ursprünglichen Eigentümer zurückgegeben und es konnte mit ihrer Rekonstruktion begonnen werden. An der Kirchenausstattung lohnt sich eine Betrachtung der mittelalterlichen Schnitzereien und Steinarbeiten. Die Kirche ist als Denkmal 1. Klasse  eingeordnet.

Ein ebenfalls wertvolles Denkmal ist die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Koœcielna Str. 27), die im 13. Jahrhundert mit spätromanischer Fassade erbaut wurde. Zur Wende des 15./16. Jahrhunderts erfolgte jedoch ein Umbau. Im Inneren befindet sich das älteste Holzkreuz Schlesiens aus dem Jahr 1410, das in der linken Halle am Eingang hängt. Weiter ein steinener Taufstein aus dem Jahr 1560 und das Altarbild von 1771, das die Krönung der Mutter Gottes darstellt. Eine wertvolle Einrichtung der Kirche ist die Orgel aus dem 18. Jahrhundert.

Am Ende des Rundganges empfehlen wir einen Humpen Bier aus der "Schlesischen Brauerei", die sich als älteste Brauerei Polens bezeichnen kann, sowie eine Besichtigung des Brauereimuseums.