Gryfów Œl¹ski (Greiffenberg)

Die StreckeGörlitz - Lubañ - Gryfów Œl¹ski - Lwówek Œl¹ski

Art der Reise

Anzahl der km: 6km
Ausflugstipp: zu Fuß
Schwierigkeit: ein einfacher Ausflug (im Flachland)
Touristengebiet: Lwowecki

Touristische Besonderheiten

Weitere Attraktionen:

Rathaus - geöffnet während der Amtszeiten von 8-16 Uhr

Historische Häuser am Platz

St. Jadwiga-Kirche

Stadtmauer

Weitere Informationen

Verkehrsverbindungen: Mit Zug (Euro-Neiße-Ticket): Görlitz - Lubañ - Gryfów Œl¹ski Mit Auto: Görlitz - Lubañ - Gryfów Œl¹ski
Parken: Parkplätze im Stadtzentrum und umliegenden Straßen
Verpflegung: Mehrere Restaurants, Pizzerien und Bars im Zentrum

Sehenswertes mit Wegbeschreibung

Der Kreis Lwówecki liegt im südwestlichen Teil der Wojwodschaft Niederschlesien an der Grenze des Isergebirgs-Vorlandes und des Kazsawa (Bober-Katzbach-) Gebirges. Das Gebiet des Landkreises durchfließt der Fluss Bobr (Bober), der größte Nebenfluss der Oder. Eine der wichtigsten Städte ist Gryfów Œl¹ski (Greiffenberg), die am Isergebirgs-Vorland am Fluss Kwisa (Queis) liegt. Die Stadtrechte verlieh Boles³aw Rogatka im Jahr 1242. Bolko II. aus dem Svídnicko-Javorski-Geschlecht stattete die Stadt im Jahr 1354 mit einer Reihe weiterer Privilegien aus.

Die Staatszugehörigkeit von Greiffenberg verlief typisch für dieses Gebiet: 1392 kommt die Stadt unter Böhmische Herrschaft, in der Zeit von 1526-1742 gehörte sie zur Habsburger Monarchie und wurde anschließend ein Teil Preußens und Deutschlands. Nach dem 2. Weltkrieg fiel Niederschlesien - und damit auch die Region Lwowecki - an Polen.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt gleicht den meisten Städten und Orten in dieser Region. Die Bevölkerung lebte vom 15. bis 18. Jahrhundert vornehmlich von der Flachsverarbeitung zu Leinen-Damast. Während der Zeit der Hussitenkriege und des Dreißigjährigen Krieges büßte auch Greiffenberg an Bedeutung ein. Ein einschneidendes Ereignis der Stadtgeschichte war ein Stadtbrand im Jahr 1783, der fast die gesamte Stadt zerstörte.

Eine wirtschaftliche Belebung erfuhr die Stadt 1865 mit dem Bau der Schlesischen Gebirgsbahn von Görlitz nach Jelenia Góra (Hirschberg). Heute leben in Gryfów Œl¹ski etwa 7000 Einwohner.

Karte:

http://mapy.eholiday.pl/mapa-gryfow_slaski-gryfow_slaski-lwowek_slaski.html

 

Wegbeschreibung:

Eine Stadtbesichtigung sollte am besten beim Rathaus beginnen, dessen ursprüngliches Gebäude aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammte. Viele Bauarbeiten in den folgenden Jahrhunderten bewirkten jedoch, dass heute davon nur sehr wenig erhalten geblieben ist: ein paar Gewölbe, weitere Details und das ursprüngliche Dach. Der in den 1930er Jahren nach einem Brand wieder aufgebaute Turm, besitzt bereits eine Stahlbetonkonstruktion.

Um das Rathaus befindet sich eine Reihe von historischen Häusern, aus der Zeit der Renaissance und des Barocks. Deren unterste, straßenseitige Stockwerke wurden im 18. Jahrhundert durch Geschäftslaubengänge ersetzt, was ihre architektonische Eigenart minderte. Interessant an den Häusern ist die Gesaltung ihrer Giebel.

Zu den unbestrittenen Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt der Stadtbrunnen, welcher 1908 anlässlich des Baues der städtischen Wasserversorgung angelegt worden war.

Rund um den Marktplatz befinden sich auch Reste der Stadtmauer, deren Geschichte bis ins frühe 14. Jahrhundert zurückreicht, als Bolko I. Svídnicko-Javorski diese um die Stadt errichten lies.

Das bedeutendste Baudenkmal von Gryfow Œl¹ski ist die spätgotische Kirche der Hl. Jadwiga (Schutzpatronin von Schlesien) aus dem 15. Jahrhundert. Die erste Erwähnung über die Existenz der Kirche stammt aus dem Jahr 1252. Das jetzige Aussehen der Kirche geht im Wesentlichen auf das Jahr 1512 zurück, erfuhr jedoch infolge von Bränden mehrere Veränderungen. Während des 19. und 20. Jahrhunderts wurde die Kirche instandgesetzt und dabei die sie früher umgebenden Friedhofsmauer abgetragen.

Im Inneren der Kirche befindet sich ein hölzerner Altar mit den Symbolen der Geduld, Weisheit, Hoffnung, Gerechtigkeit und Tapferkeit. Der Altar stammt aus dem Jahr 1606, welcher nach Schließung seiner Flügel an eine Monstranz erinnert. Interessant ist auch das in Sandstein gehauene Epitaph der Familie Schaffgotsch. Dieses wurde in der Renaissancezeit errichtet und stellt Familienmitglieder in Lebensgröße dar.

Der Kirchenbau verfügt über ein Haupt- und zwei Seitenschiffe. Das mehrseitige Presbyterium überspannt ein Kreuzrippengewölbe aus dem 15. Jahrhundert. Das Kirchenschiff ist über den Fenstern und Türen mit halbkreisförmigen Bildern (Lünetten) und Sgraffitoverzierungen versehen.

Wir empfehlen, unsere Reise nach Gryfow Œl¹ski mit einem Besuch des inmitten der schönen Landschaft gelegenen Z³otnicki-See (Goldentraum-Talsperre) abzuschließen.