Złotoryja (Goldberg) - Auf den Spuren des Goldes

Die StreckeGörlitz - Lubań - Gryfów Śląski - Lwówek Śląski - Złotoryja

Art der Reise

Anzahl der km: 6km
Ausflugstipp: zu Fuß
Schwierigkeit: ein einfacher Ausflug (im Flachland)
Touristengebiet: Zlotorijski

Touristische Besonderheiten

Weitere Attraktionen:

Rathaus - geöffnet während der Arbeitszeit des Amtes von 8-16 Uhr Stadtbrunnen Bebaung des Platzes Museum des Goldes - geöffnet von Dienstag bis Sonnabend von 9-16 Uhr, am Sonntag April bis November von 10-15 Uhr. Tel. 0048 76 87 82 985. http://www.zokir.pl/strona/37 Stadtmauer - Schmiedtor (Baszta Kowalska) - geöffnet Mai - August von Montag bis Freitag 8-16 Uhr, Sonnabend bis Sonntag 9-13 Uhr. September - April von Montag bis Freitag 8-15 Uhr, Sonnabend bis Sonntag 9-13 Uhr. Infozentrum Tel. 0048 76 87 81 873 Pfarrkirche der Jungfrau Maria und St. Michal Kirchturm - geöffnet von 10-17 Uhr

Weitere Informationen

Verkehrsverbindungen: Mit Auto: Görlitz - Lubań - Gryfów Śląski - Lwówek Śląski - Złotoryja
Parken: Nur wenige Parkmöglichkeiten im Stadtzentrum; bitte die kostenpflichtigen Parkplätze an der Stadteinfahrt (aus Richtung Lwówek Ślaski) nutzen.
Verpflegung: Viele Restaurants und Bars am Marktplatz und seiner Umgebung

Sehenswertes mit Wegbeschreibung

Der Kreis Złotoryjski liegt im südwestlichen Teil der Wojwodschaft Niederschlesien. Das touristische Gebiet umfasst insbesondere die Ausläufer des Kazsawa (Bober-Katzbach-) Gebirges und die Grenze des Schlesischen Tieflandes. Im Landkreis befindet sich das Naturschutzgebiet Chełmy und er wird vom Fluss Kaczawa (Katzbach), über welchem die Stadt Złotoryja (Goldberg) liegt, durchflossen.

Złotoryja, mit etwa 17.000 Eiwohner, wird als älteste Stadt Polens angesehen. Die Siedlung entstand bereits im 8. Jahrhundert. Am Ende des 12. Jahrhunderts siedelten sich deutsche Bergleute an, die hier nach Gold gruben. Henry I. der Bärtige, welcher auch die deutschen Siedler angeworben hatte, erhob Złotoryja zur Stadt.

Im Jahr 1328 wurde Złotoryja, zusammen mit dem Fürstentum Legnica, ein Lehen von Böhmen. Seit 1526 gehörte die Stadt zur Herrschaft der Habsburger.  Nach dem Tod des letzten Piastovec Georg Vilhelm unterstand sie direkt der Wiener Regierung. Ab 1742 gehörte sie zu Preußen und dem späteren Deutschland, 1945 kehrte sie zu Polen zurück.

Schwere Zeiten erlebte die Stadt während der Hussitenkriege, zahlreicher Überschwemmungen, eines Stadtbrandes im Jahr 1613, des dreißigjährigen Krieges und den Feldzügen Napoleons. Alle diese Ereignisse haben die jetzige Gestalt der Stadt entscheidend geprägt. Ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wiederfuhr wechselndes Glück. In der jüngsten Geschichte, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und am Anfang des 20. Jahrhunderts, erlebte die Stadt eine Periode des Wohlstandes und in jüngerer Zeit eine Aufwertung durch die Wiederherstellung der zerstörten Altstadt und eine Reihe bedeutender nationaler und internationaler Veranstaltungen, wie z. B. die Weltmeisterschaften im Goldwaschen. Die 800-jährige Tradition verpflichtet!

Karte:

http://mapy.eholiday.pl/mapa-zlotoryja-zlotoryja-zlotoryja.html

 

Wegbeschreibung:

Eine Stadtbesichtigung sollte am besten beim Rathaus beginnen, welches zwischen 1842-1852 im Stil der Neorenaissance am Standort des 1841 abgerissenen Vorgängerbaus errichtet wurde. Auf dem Oberen Platz befindet sich der barocke Delphinbrunnen aus dem Jahr 1700 und auf dem Unteren Platz eine Fontäne aus dem 19. Jahrhundert mit Statuen, welche an die Teilnahme der Bergleute aus Złotoryje in der Mongolenschlacht bei Legnica (Liegnitz) im Jahr 1241 erinnern.

Auf dem Marktplatz steht eine Reihe historischer Bürgerhäuser aus dem 16.-19. Jahrhundert, die zahlreiche architektonische Details aus Renaissance, Barock und Klassizismus aufweisen.

In der Zaułek Straße Nr. 2 befindet sich das Goldmuseum (Muzeum Złota) mit seiner Dauerausstellung, die sich den Goldminen, der Mineralogie, der Tradition und den Arten der Goldgewinnung, bergmännischen Werkzeugen und den Dokumenten zur Entwicklung der Stadt widmet.

In Złotoryja erhielt sich die mittelalterliche Stadtgliederung mit Resten der Stadtmauer aus dem 14.-15. Jahrhundert. Heute noch können im südöstlichen und südwestlichen Teil der Stadt diese Befestigungen bewundert werden, deren bedeutendster Teil die Schmiedebastei (Baszta Kowalska)  aus der Renaissance ist.

Zum Abschluss des Stadtspazierganges können wir die Pfarrkirche der Maria Geburt aus dem 14. Jahrhundert besuchen, die an Stelle einer ursprünglich romanischen Kirche erbaut worden war. Viele romanische Elemente, wie das Presbyterium und Querschiff,  blieben dabei erhalten. Die Kirche wurde allerdings in der Mitte des 19. und auch 20. Jahrhunderts umgebaut, wobei sie unwiederbringlich ihren historischen Charakter verlor. Im Inneren befindet sich ein Barockaltar, eine Renaissance-Kanzel aus dem Jahr 1584 und eine Orgel aus dem 18. Jahrhundert. Der östliche Turm der Kirche wurde um das Jahr 1482 erbaut. Er bietet eine schöne Aussicht auf die Stadt und ihre Umgebung.