Jawor (Jauer) – einstige Residenzstadt des Herzogtums Jaworski

Die StreckeGörlitz A4 - 2. Abfahrt Legnica auf Nr.3 nach Jawor

Art der Reise

Anzahl der km: 6km
Ausflugstipp: mit dem Auto
Schwierigkeit: ein einfacher Ausflug (im Flachland)
Touristengebiet: Jaworski

Touristische Besonderheiten

Weitere Attraktionen:Rathaus - geöffnet während der Arbeitszeit des Amtes von 8-16 Uhr Bebaung des Platzes Kirche des Friedens - geöffnet April bis Oktober täglich 10-17 Uhr, am Sonntag von 12-17 Uhr, November bis März nach tel. Absprache Tel. 0048 76 870 51 45 oder per E-Mail jawor@luteranie.pl  http://www.atlas.pl/jawor-kosciol-pokoju.html Regionales Museum - geöffnet November-März von Mittwoch bis Sonntag  9-16 Uhr, April bis Oktober 9-17 Uhr. Montag und Dienstag geschlossen. Tel. 0048 76 870  30 86   www.muzeumjawor.pl/

Weitere Informationen

Verkehrsverbindungen: Mit Zug: Görlitz - Legnica - Jawor Mit Auto: Görlitz A4 - 2. Abfahrt Legnica auf Nr.3 nach Jawor
Parken: Nur wenige Parkmöglichkeiten im Stadtzentrum
Verpflegung: Viele Restaurants und Bars am Marktplatz und seiner Umgebung. http://www.firmy.net/gastronomia,jawor.html

Sehenswertes mit Wegbeschreibung

Der 1999 gegründete Kreis Jaworski befindet sich in der Mitte der Wojwodschaft Niederschlesien. Die touristische Region wird als Jaworsker Flachland bezeichnet, welches wiederum ein Teil des Chojnowsker Flachlandes ist. Auf dem Gebiet des Landkreises befindet sich das Naturschutzgebiet Che³my. Der größte Fluss des Gebietes ist die Nysa Stalina, über welchem die Stadt Jawor mit Sitz des Kreiseamtes Jaworski liegt.

Jawor (Jauer) hat etwa 24.000 Einwohner. Der Name der Siedlung stammt von Ahorn-Bäumen, die in den Sudeten wuchsen. Zum ersten Mal taucht dieser Name in der Chronik von Thietmar aus dem 11. Jahrhundert auf, in welcher der Autor im Jahr 1008 den Marsch der Truppen von Kaiser Henry II. im Zusammenhang eines Krieges um die Lausitz gegen den polnischen König Boleslav den Tapferen beschreibt. Auf dem Gebiet lebten slawischen Stämme und Jawor war das Hauptsitz des Trzebowianie Stammes. Im Laufe der Zeit wurde der Einfluss einer Seitenlinie der schlesischen Piasten von Swidnicko-Jaworski auf die Gegend immer größer.

Zur Stadt wurde Jawor vor dem Jahr 1274 befördert, als Boles³aw Rogatka das Fürstentum Jaworski (wahrscheinlich im Jahr 1242) begründete. Der Fürst übertrug seinem ältesten Sohn Henry dem Dicken ein eigenes Gebiet mit den Städten Bolków, Jawor, Kamienna Góra, Lubawka, Lwówek Œl¹ski und Œwierzawa.

Das Fürstentum Jaworski fiel nach dem Tod von Agnes von Habsburg, Ehefrau von Bolek II. und Mutter des auf tragische Weise verstorbenen Bolek III., unter die Regierung von Böhmen und ab 1526 an die Habsburger. Nach dem Sieg Preußens über Österreich im 1. Schlesischen Krieg ging Schlesien 1742 in die Hände von Friedrich II. über. Nach der deutschen Einigung von 1871 unter Führung Preußens gehörte die Stadt bis 1945 zum Deutschen Reich.

Jawors wirtschaftliche Entwickelung vollzog sich über Jahrhunderte, wobei besonders das Handwerk seit dem 16. Jahrhundert einen Aufschwung erfuhr. Die Region war ein bedeutendes Tuchmacherzentrum in Europa.

Die Stadt wurde wiederholt durch Kriege beschädigt, so zum Beispiel im Dreißigjährigen Krieg. Sehr schwere Zerstörungen verursachte der  zweite Weltkrieg.

Karte:

http://mapy.eholiday.pl/mapa-jawor-jawor-jawor.html

 

Wegbeschreibung:

Eine Besichtigung von Jawor, der früheren Residenzstadt des Herzogtums Swidnicko-Javorski, empfehlen wir am Neorenaissancegebäude des Rathauses aus dem 19. Jahrhundert zu beginnen, neben dem ein ursprünglich gotischer Turm aus der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts steht, dessen Schild mit original mittelalterlichen Statuen von Fürsten und Rittern verziert ist. Hier können Sie sich bei einem Kaffee im Rathaus-Café entspannen.

Der Rathausplatz ist von Häusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert umgeben, die leider viele Änderungen erfahren haben, so dass heute nur die barocken Fassaden geblieben sind.

Der Spaziergang führt weiter zum bedeutendsten Bauwerk der Stadt, der in den Jahren 1654-55 nach einem Entwurf von Albrecht von Saebisch erbauten  evangelischen Friedenskirche. Es handelt sich um ein Fachwerkgebäude aus Holz, Stroh und Lehm. Nach dem dreißigjährigen Krieg hatte der Baumeister die Zustimmung zum Bau der Kirche aus diesen Materialien bekommen, und man rechnete damit, dass  die Kirche im Laufe der Zeit schnell baufällig werden würde. Der Kirchturm, die Innenausstattung und Farbmalerein stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert. Im Hinblick auf ihren künstlerischen Wert wurde die Kirche in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes  aufgenommen.

Unweit der Kirche des Friedens blieb ein Teil der Stadtmauer des 14. und 15. Jahrhunderts erhalten. Gleichfalls auch der Strzegomski Torturm und eine zweite Ringmauer mit Bastei aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.

Am Ende des Spazierganges empfehlen wir eine Besichtigung des regionalen Museums auf der Klasztorna Str. 6. Das Museum befindet sich in den Gebäuden des einstigen Klosters aus dem 15. und 16. Jahrhundert, das einst dem Bernardinen-Orden gehörte. Im Inneren können wir Farbmalereien des 16. Jahrhunderts besichtigen. Im Museum befindet sich die Galerie für schlesische religiöse Kunst und im Klosterteil finden wechselnde Ausstellungen polnischer und ausländischer Künstler, verschiedener Kunstsammlungen sowie des Kunsthandwerkes statt.