Bolków (Bolkenhain) und seine Burg

Die StreckeGörlitz - Jelenia Góra – Bolków

Art der Reise

Anzahl der km: 6km
Ausflugstipp: zu Fuß
Schwierigkeit: ein einfacher Ausflug (im Flachland)
Touristengebiet: Jaworski

Touristische Besonderheiten

Burg / Schloss:Burg Bolków Museum der Burg Bolków – geöffnet Mai bis September von Dienstag bis Freitag 9-16:30 und Samstag-Sonntag 9-17:30 Uhr, Oktober bis April von Dienstag bis Freitag 9-17:30 und Samstag-Sonntag 9-16:30 Uhr http://www.zamek-bolkow.info.pl/index.php

Weitere Informationen

Verkehrsverbindungen: Mit Aut: Görlitz - Jelenia Góra – Bolków
Parken: Ein Parkplatz befindet sich unterhalb der Burg, von dem ein Weg direkt zum Burghügel führt.
Verpflegung: Restaurants und Bars am Platz und seiner Umgebung

Sehenswertes mit Wegbeschreibung

Der 1999 gegründete Kreis Jaworski befindet sich in der Mitte der Wojwodschaft Niederschlesien. Die touristische Region wird als Jaworsker Flachland bezeichnet, welches wiederum ein Teil des Chojnowsker Flachlandes ist. Auf dem Gebiet des Landkreises befindet sich das Naturschutzgebiet Che³my. Der größte Fluss des Gebietes ist die Nysa Stalina, über welchem die Stadt Jawor mit Sitz des Kreiseamtes von Jaworski liegt.

Bolków (Bolkenhain) liegt auf den Bolków-Wa³brich Hügeln am Fluss Nysa Szalona und hat etwa 6.000 Einwohner

Im nahe gelegenen Dorf Œwiny (Schweinhaus) bestand bereits im 11. Jahrhundert ein Kastellansitz (Verwaltungseinheit im mittelalterlichen Polen). Dort blieb bis in heutige Zeiten die Ruine der Burg Œwiny (Schweinhausburg) erhalten, welche auch eine touristische Attraktion darstellt. In der Mitte des 13. Jahrhunderts hat der Swidnicko-Jaworski Fürst Bolko I. eine riesige Burganlage auf einem Hügel errichten lassen, um die herum später die Stadt Bolków enstanden ist. Nach dem Aussterben der Dynastie von Bolek Swidnicki gehörte die Stadt seit dem Jahr 1392 bis 1526 zum Königreich Böhmen und kam mit diesem später unter die Herrschaft der Habsburger. Im Jahr 1742 wurde Niederschlesien einschließlich Bolkow an Preußen angeschlossen und gehörte nach der Einigung Deutschlands 1871 zum deutschen Kaiserreich. Im Jahr 1945 kehrte Bolków zusammen mit Niederschlesien nach Polen zurück.

Obwohl die Stadt  in den Hussitenkriegen und dem Dreißigjährigen Krieg mehrmals beschädigt wurde, hat sich ihre mittelalterliche, städtebauliche Anlage und eine Reihe von historischen Gebäuden erhalten: die gotische Kirche St. Jadwiga, das Rathaus und Teile der Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert. 

Karte

http://mapy.eholiday.pl/mapa-bolkow-bolkow-jawor.html

 

Wegbeschreibung:

Die Besichtigung von Bolków beignnen wir bei der Burg, die auch das Wahrzeichen der Stadt ist. Die erste Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1277. Ihr gotisches Erscheinungsbild verdankt sie dem Swidnicko-Javorski Fürst Bolek I. und ihre Architektur entspricht anderen tschechischen und französischen Burgen aus dieser Zeit ist. Der 25 m hohe Turm hat eine Keilkonstruktion und besitzt nur einen Eingang an seinem Fuß, der auch in das Verlies hinabführte. Die Burg war von Mauern umgeben, die durch Tore passierbar waren und zusammen das Festungsystem bildeten. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg in der heutigen Gestalt umgebaut. Die Mauern wurden den aufkommenden Feuerwaffen angepasst und Bastionen errichtet, wodurch die Burg einen festungsartigen Charakter erhielt.

In ihrer bewegten Geschichte wurde die Burg Bolków durch Militär und Bürger mehrfach belagert und im Jahr 1646 während der Belagerung durch schwedische Truppen beschädigt. 1703 kauften die Zisterzienser aus Krzeszow die Burgruine, die bis zur Auflösung des Ordens im Jahr 1810 Eigentümer waren. Danach wurde die verlassene Burg Staatseigentum und verfiel mit der Zeit. Nach 1945 wurde mit dem Wiederaufbau der Burg begonnen. Heute hat hier ein Museum sein Sitz, welches einem Museum in Jelenia Góra angehört und eine Kultureinrichtung der Wojwodschaft Niederschlesischen ist.

Nach der Burgbesichtigung empfehlen wir einen Spaziergang zum historischen Marktplatz. Eine Sehenswürdigkeit ist das historische Rathaus aus dem 16. Jahrhundert (restauriert im 19. Jahrhundert) und die umliegenden Häuser mit ihren Laubengängen aus dem 18.-19. Jahrhundert, sowie die erhaltenen Teile der Stadtmauer mit ihren Bastionen aus dem 14. Jahrhundert.