Wiederentdeckte Johanniter-Festung in Český Dub
Die StreckeČeský Dub - ein Spaziergang durch die Stadt





Art der Reise
| Anzahl der km: | 2km |
|---|---|
| Ausflugstipp: | zu Fuß |
| Schwierigkeit: | ein einfacher Ausflug (im Flachland) |
| Touristengebiet: | Jizerské hory |
Touristische Besonderheiten
| Weitere Attraktionen: | Komturei der Johanniter - objevené pozůstatky středověkého řádového hradu; přístupná v rámci expozice Podještědského muzea; otevřeno: duben - září (ST-NE; začátky prohlídek: muzeum - 9.00, 11, 13.00, 15.00; komenda - 10.00, 12.00, 14.00 a 16.00). die wiederentdeckten Überreste der mittelalterlichen Ordensburg; zugänglich im Rahmen der Ausstellung des Podještědské Museums; geöffnet: April - September (Mi-So; Anfänge der Touren: das Museum - 9 Uhr, 11 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr; Komturei/Kommende - 10.00 Uhr, 12.00 Uhr, 14.00 Uhr und 16 Uhr). Internet: www.cdub.cz - Internetseite der Stadt |
|---|
Weitere Informationen
| Verkehrsverbindungen: | Mit Auto: Zittau - Liberec - Český Dub. |
|---|---|
| Parken: | Parkplätze im Stadtzentrum |
| Verpflegung: | Gaststätten direkt im Zentrum, z. B. das Restaurant „Koruna“ auf dem Marktplatz |
Sehenswertes mit Wegbeschreibung
Podještědí ist eine sehr malerische Gegend, die südwestlich von Liberec liegt und mit der Schriftstellerin Carolina Světlá (1830 - 1899), welche die tschechische Landschaft beschrieb, verbunden ist. Das Zentrum der Gegend ist die Stadt Český Dub, wo in den Ruinen einer durch Brand zerstörten alten Kirche im 13. Jahrhundert ein befestigtes Kloster als Niederlassung des Johanniterordens (Kommende) gegründet wurde. Dieses ging auf die Annahmen zurück, dass sich in seinen Räumen die Heilige Zdislava und im Jahre 1357 auch der Kaiser Karl IV aufgehalten haben sollen. Das Kloster wurde in den Hussitenkriegen zerstört und seine Gebäude anschließend in eine adelige Residenz umgebaut. Das Erdgeschoss einschließlich der großen Kellergewölbe wandelte man in eine Brauerei um. Die Wiederentdeckung der verborgenen Bereiche der ehemaligen Johanniter-Kommende im Jahre 1991 war einer der faszinierendsten Funde seiner Art in der Region Liberec und der Tschechischen Republik. Archäologen konnten über weitere unerwartete Entdeckungen staunen, wie beispielsweise einzigartige Überreste eines Kreuzes. Die beeindruckenden Gewölbe des Klosters, die Kapelle und der angrenzenden, in den Sandstein gehauenen, geheimnisvollen unterirdischen Stollen, sind als ein Teil des Ortsmuseums der Öffentlichkeit zugänglich.
Im Zentrum von Český Dub sind auch viele Denkmäler seiner reichen Geschichte bewahrt worden. Erhalten ist der gesamte gotische Grundriss der Stadtbebauung einschließlich der Reste der Befestigung mit dem östlichen Wachturm aus dem 13. Jahrhundert, ebenso wie der 1606 errichtete Helena's Hof (Jugendstil-Villa benannt nach Helena Schmitt, der Tochter eines örtlichen Textilherstellers). Im Zentrum steht das Gebäude des ursprünglichen Renaissance-Rathauses aus dem Jahr 1565, welches im Jahre 1907 umgebaut, wodurch nur noch der Rathausturm das ehemalige Aussehen behalten hat. Am Eingang steht eine barocke Mariensäule aus dem Jahr 1723 mit Statuen von St. Florian, St. Johannes von Nepomuk, St. Franziskus Xaver und St. Roch.
Gleich in der Nähe kann die Kirche des Hl. Geistes besucht werden, die ins 13. Jahrhundert verwiesen wird, 1421 abbrannte und im 16. und 18. Jahrhundert im Renaissance- und Barockstill umgebaut wird. Im Inneren der Kirche ist bis heute ein gotisches Portal erthalten geblieben. Hier wurde auch ein gothischer Kleiderschrank mit einzigartigen Formen entdeckt, der im Podještědské Museum ausgestellt ist. Zur Kirche gelangt man durch ein barockes Tor aus Sandsteinblöcken, welches mit einer Statue des Hl. Vojtěch aus dem 18. Jahrhundert geschmückt ist.
Die Geschichte von Český Dub und der umliegenden Gegend wird im Podještědské Museum ausgestellt, welches sich im ehemaligen Wohnhaus des Textilherstellers Konrad Blaschka befindet. Neben der Ausstellung zu Leben und Werk der Schriftstellerin K. Světlá, derer Werke mit Podještědí direkt verbunden waren, gibt es auch Informationen über die Familie Blaschek und die jüdische Gemeinde von Český Dub (eine Tora aus dem 18. Jahrhundert, die etwa zweihundert Jahre alten Schriftrollen des Buches Esther und ein zur Tora gehörendes besticktes Steckkissen aus Leinen).
1606 errichtete Helena's Hof (Jugendstil-Villa - falls es sich um einen Umbau handelt. Sonst müßte es wohl eher 1906 heißen.