Ruine der mittelalterlichen Burg Œwiny (Schweinhausburg)
Die StreckeGörlitz A4 - Legnica - E65 über Jawor nach Bolków - Œwiny





Art der Reise
| Anzahl der km: | 4km |
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| Ausflugstipp: | zu Fuß |
| Schwierigkeit: | ein einfacher Ausflug (im Flachland) |
| Touristengebiet: | Jaworski |
Touristische Besonderheiten
| Burg / Schloss: | Burg Œwiny - für Besucher geöffnet: Mai-Nov. 12-18 Uhr. Außerhalb der Saison Besichtigung auf Bestellung. www.zamkipolskie.com/swiny/swiny.html |
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Weitere Informationen
| Verkehrsverbindungen: | Mit Auto: Görlitz A4 - Legnica - E65 über Jawor nach Bolków - Œwiny |
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| Parken: | Parkplätzte befinden sich unterhalb der Burg. |
| Verpflegung: | Wir empfählen die Restaurants im nahegelegenen Bolkow |
Sehenswertes mit Wegbeschreibung
Der 1999 gegründete Kreis Jaworski befindet sich in der Mitte der Wojwodschaft Niederschlesien. Die touristische Region wird als Jaworsker Flachland bezeichnet, welches wiederum ein Teil des Chojnowsker Flachlandes ist. Auf dem Gebiet des Landkreises befindet sich das Naturschutzgebiet Che³my. Der größte Fluss des Gebietes ist die Nysa Stalina, über welchem die Stadt Jawor mit Sitz des Kreiseamtes von Jaworski liegt. Burg Œwina liegt in der Nähe von Bolkow im Kaczawa (Katzbach) Gebirge.
Im nahe gelegenen Dorf Œwiny (Schweinhaus) bestand bereits im 11. Jahrhundert ein Kastellansitz (Verwaltungseinheit im mittelalterlichen Polen), wo später eine Burgwarte und in deren Folge im 13 Jahrhundert die Stadt Bolków (Bolkenhain) enstanden sind. Das erste Dokument, in dem die Burg erwähnt wurde, ist die Kosmova Chronik aus dem Jahr 1108. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde aufgrund einer Entscheidung von Bolek I. der Kastellansitz von der Burg Œwiny nach Bolków verlegt.
Im 14. Jahrhundert entstand der Wohnturm, zu dem im 15. Jahrhundert ein Wohnhaus und neue Befestigungsanlagen hinzukamen. Im 16. Jahrhundert verwandelte Jan Zikmund Œwinka die gotische Burg zu einem Renaissance- Wohnsitz. Der Besitzer gründete hier auch eine Bibliothek mystisch-philosophischen Inhaltes. Die Burg wurde u. a. von Jacob Boehme und Angelus Silesius besucht. In ihrem nördlichen Teil entstand damals das Schloss und die Vorburg wurde befestigt. Der Wohnsitz war über eine Zugbrücke erreichbar.
Als russische Truppen während des Siebenjährigen Krieges Schlesien belagerten, wurde die Burg 1672 beschädigt und danach nicht wieder hergestellt. Durch Stürme, Brände und Vernachlässigung verfiel sie zusehends.
1991 erhielt die Burgruine Œwiny einen privaten Eigentümer. Derzeit ist der Wiederaufbau der 900 Jahre alten Burg im Gange.
Karte:
http://mapa.targeo.pl/jak_dojechac,Zamek%20Zamek%20%C5%9Awiny,16.11217,50.93856;p%5B2406%5D
Wegbeschreibung:
Fahrzeuge können unterhalb der Burg abgestellt werden. Von dort führt ein Weg hinauf zur Burg, die von Mai bis Oktober von 12 bis 18 Uhr geöffnet ist. Außerhalb dieser Zeit ist eine Besichtigung nach Voranmeldung möglich.
Von der wunderschönen Rezidenz bleib in unseren heutigen Tagen nur eine malerische Ruine zwischen üppigem Grün erhalten. Im oberen Teil der Burg steht noch ein Turm und das Westhaus ohne Dach, im unteren Teil ein Überrest des Schlosses mit Barockportalen. Die Burgbewehrung erinnert nur noch äußerlich an die Zeiten einstiger Stärke.